Den eigenen Betrieb fit für die Zukunft machen

Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der Rosenhagen Metallbau GmbH

Die Rosenhagen Metallbau GmbH wurde 1952 gegründet. Mittlerweile führt Inhaber Heiko Rosenhagen den Betrieb in dritter Generation. Das mittelständische Unternehmen ist spezialisiert auf Treppenanlagen und andere schmiedekünstlerische Arbeiten. Die insgesamt 25 Beschäftigten fertigen alle Produkte in der Werkstatt in Kleinburgwedel.

 

In der Werkhalle der Rosenhagen Metallbau GmbH aus Kleinburgwedel raucht es, man hört das scharfe Geräusch eines Schweißgerätes. Hier werden gerade neue Geländer hergestellt. Der Betrieb mit 25 Beschäftigten ist auf Metallbau spezialisiert und stellt Treppenanlagen und andere individuelle Metallarbeiten her. „Auch vor einem kleinen Handwerksbetrieb machen große Entwicklungen keinen Halt“, berichtet Inhaberin Bianca Rosenhagen. „Wir spüren die Folgen des Demografischen Wandels, der Globalisierung und der rasanten technischen Entwicklung.“ Für die daraus folgenden Veränderungen wollte sich der Betrieb rechtzeitig aufstellen. Eine Mitarbeiterbefragung im Jahr 2012 gab den Ausschlag, ein Thema stärker im Arbeitsalltag zu berücksichtigen, das bisher nicht im Vordergrund stand: die psychische Gesundheit der Beschäftigten. Denn bei der Firma Rosenhagen ist man überzeugt, dass der Betrieb nur mit gesunden Beschäftigten langfristig erfolgreich sein kann.

„Wir haben gemerkt: Obwohl wir als Unternehmen gut zusammen funktionierten, gab es in einigen Bereichen noch Handlungsbedarf“, berichtet Inhaberin Bianca Rosenhagen. Wo genau „der Schuh drückte“, stellte sich im Beratungsprozess heraus: Die psychosozialen Gesundheitsressourcen der Beschäftigten sollten gestärkt werden, ebenso der Umgang mit Stresssituationen und körperlichen Belastungen. „Die täglichen Herausforderungen steigen auch für unsere Beschäftigten. Wir wollen, dass unsere Beschäftigten auch in Drucksituationen den Überblick behalten können. Und dass sie daran teilhaben, unseren Betrieb fit für die Zukunft zu machen.“ Um diese Ziele zu erreichen, wurde mit Hilfe der Berater der IKK Classic ein systematisches Betriebliches Gesundheitsmanagement aufgebaut. „So etwas ist durchaus auch in einem kleineren Handwerksbetrieb möglich“, erzählt Inhaber und Metallmeister Heiko Rosenhagen. „Viele Unternehmer denken vielleicht, ihr Betrieb sei zu klein, um so etwas umzusetzen. Das ist aber nicht der Fall!“

Die verschiedenen Maßnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit wurden in einer zweiten Mitarbeiterbefragung überprüft und fanden eine positive Resonanz in der Belegschaft. Dabei wurde Wert darauf gelegt, möglichst alle Beschäftigten in den Veränderungsprozess einzubeziehen und Strukturen für eine Beteiligung zu schaffen. „Ich kann anderen kleinen und mittleren Betrieben nur empfehlen, diesen Prozess in Gang zu setzen, denn auch mit kleinen Maßnahmen können große Wirkungen erzielt werden. Das hält nicht nur die Mitarbeiter gesund, sondern hat für den Betrieb auch einen klaren wirtschaftlichen Nutzen“, zieht Bianca Rosenhagen Bilanz. Davon ist auch die Gesundheitswirtschaft Hannover e.V. überzeugt und zeichnete die Metallbau Rosenhagen GmbH mit dem 1. Gesundheitspreis „Vorsprung“ für Betriebe in der Region Hannover aus.

 

 

Manuela Nagel, Beraterin der Firma Rosenhagen:

„Handwerksbetriebe sollen von den vielen Vorteilen einer Investition in die Mitarbeitergesundheit überzeugt werden. Viele können sich gar nicht vorstellen, dass ein Betriebliches Gesundheitsmanagement einfach machbar und auch in ihrem Betrieb umzusetzen ist – nicht so bei der Firma Rosenhagen. Dort haben wir während der Beratung gezielt Arbeitsabläufe optimiert, um Stressquellen zu reduzieren, was sehr gut funktioniert hat. Damit Maßnahmen wie diese einen nachhaltigen Effekt haben, ist es nach meiner Erfahrung sehr wichtig, das Unternehmen als Beraterin oder Berater möglichst langfristig zu begleiten.“