Gesundheitsförderung lohnt sich

Arbeitsstress kann Mitarbeitende kosten: Warum Unternehmen handeln müssen!

Mann am Schreibtisch verschränkt die Arme hinter Kopf und ruht sich aus. ©: StockLite/shutterstock.comGesunde Mitarbeitende sind wichtig für den Erfolg des Unternehmens. Wenn sie ausfallen, geht nicht nur Arbeitszeit verloren, auch die Kosten steigen. Nur wer gesund ist und sich wohl fühlt, ist leistungsfähig.

Gestresste Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer machen nachweislich mehr Fehler und sind häufig weniger produktiv. Sie sind außerdem anfälliger für Infektionen und leiden häufiger unter Langzeitfolgen wie Migräne, Schlafstörungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Erfolgsfaktoren: Prävention und Stressmanagement

 

Zu den Aufgaben eines Unternehmens gehört es unter anderem, vermeidbare Belastungen zu reduzieren und Mitarbeitenden eine ausgewogene Work-Life-Balance zu ermöglichen.

Es zahlt sich aus, Beschäftigte, die Anzeichen von Stress- oder Überforderungssymptomen zeigen, zu unterstützen. Denn Stress und Überforderung in Unternehmen können auch im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte zum Nachteil werden. Nicht zuletzt sind Unternehmen, die auf die Gesundheitsförderung ihrer Beschäftigten setzen, attraktive Arbeitgeber.

Es muss nicht immer gleich das „Riesenprogramm“ sein. Oftmals reichen schon kleine Veränderungen und Maßnahmen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements, um die Gesundheit – und auch die psychische Balance – der Mitarbeitenden langfristig zu erhalten.

Gesundheitsmanagement macht sich für Unternehmen bezahlt

Wissenschaftliche Kosten-Nutzen-Analysen belegen, dass sich betriebliches Gesundheitsmanagement lohnt. Demnach spart jeder in BGM investierte Euro zwischen zwei und zehn Euro und hat somit einen positiven Return on Investment (ROI). Das Ergebnis einer Auswertung mehrerer hundert Studien der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) zeigt: Mit betrieblicher Gesundheitsförderung und Prävention lassen sich sowohl Kosten reduzieren als auch die Gesundheit der Beschäftigten verbessern. Unter anderem können die Fehlzeitenraten von Beschäftigten durch Programme der Gesundheitsförderung um durchschnittlich 26 Prozent reduziert werden.

Eine weitere Studie untersuchte 2011 anhand von über 37.000 Mitarbeiterbefragungen den Zusammenhang von BGM und Wirtschaftlichkeit von Unternehmen. Sie kommt zu einem zentralen Ergebnis: Das Geheimnis des Erfolges eines Unternehmens liegt maßgeblich in einer mitarbeiterorientierten Unternehmenskultur. Bis zu einem Drittel ihres Finanzerfolges erzielen Unternehmen Dank der Kombination verschiedener Kulturdimensionen. Den größten Einfluss auf das Engagement der Mitarbeiter haben dabei Mitarbeiterorientierung, die Schaffung von Teamgeist und das Erleben von Zugehörigkeit zum Unternehmen.

Es zeigt sich also, dass eine partnerschaftliche und gesundheitsgerechte Unternehmenskultur sowie gesundheitsförderliches Arbeiten von Beschäftigten geschätzt werden.

Eine Führungskraft nimmt ihren Krankenstand mit

  • Wenn eine Führungskraft, die in ihrer Abteilung einen hohen Krankenstand zu beklagen hatte, die Führung einer gesünderen Abteilung übernimmt, wird sich dort in absehbarer Zeit der gleiche Krankenstand einstellen.
  • Ein partnerschaftliches Führungsverhalten der direkten Vorgesetzten korreliert direkt mit einem positiven Betriebsergebnis – dies zeigen langjährige Studien der Bertelsmann AG

Die Zukunft gehört der mitarbeiterorientierten Führung

Während sich Ärzte noch vor wenigen Jahren vor allem fragten, was Menschen krank macht, fragt man sich heute immer stärker: Was hält Menschen gesund? Inzwischen ist dieser Blickwechsel auch in den Unternehmen angekommen und trägt Früchte in der Führungskultur. Man weiß heute, dass der Führungsstil darüber entscheidet, ob Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gesund und leistungsfähig bleiben oder gestresst sind und krank werden.

Die mitarbeiterorientierte Führung steht dabei für den gesunden Führungsstil. Führungskräfte, die ihren Mitarbeitenden Vertrauen und Anerkennung entgegen bringen, und sie als Individuen wahrnehmen und behandeln, haben gesündere Teams, als Führungskräfte, die auf Kontrolle und Machtausübung setzen.