DAK-Gesundheitsreport 2017

Fast die Hälfte der Erwerbstätigen ist bei der Arbeit müde

In Deutschland steigt die Anzahl der Menschen mit Schlafstörungen zunehmend an. Seit 2010 wurde hier bei den Berufstätigen zwischen 35 und 65 ein Anstieg um 66 Prozent verzeichnet. Das berichtet die DAK in ihrem neuen Gesundheitsreport „Deutschland schläft schlecht – ein unterschätztes Problem“.

Während die Fehltage aufgrund von Schlafstörungen um rund 70 Prozent stiegen, suchten nur 4,8 Prozent der Erwerbstätigen deswegen einen Arzt auf. Betroffene sollten Schlafbeschwerden aber unbedingt ernstnehmen: „Schlafstörungen erhöhen das Risiko für Depressionen und Angststörungen“, warnt Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, in diesem Zusammenhang. Dies zeigt sich auch an dem Anstieg an Krankmeldungen aufgrund psychischer Erkrankungen in den letzten Jahren. Mit rund 246 Fehltagen je 100 Versicherte waren psychische Störungen 2016 auf dem Höchststand.

Starker Termin- und Leistungsdruck, Überstunden und auch eine Erreichbarkeit nach Feierabend und im Urlaub sind Faktoren, die diese Entwicklung begünstigen können. Das Gefühl, auch nach der Arbeit und am Wochenende verfügbar sein zu müssen, erschwert es vielen Beschäftigten, abzuschalten und erholsamen zu schlafen. Dem entgegenwirken können Entlastungen am Arbeitsplatz, aber auch Maßnahmen der Erwerbstätigen selbst – beispielsweise, indem sie nicht den Abend mit dem Smartphone, dem Laptop oder der Planung des nächsten Arbeitstages verbringen.

Unterstützung beim Umgang mit dem Thema bietet auch das Projekt psyGA – beispielsweise in verschiedenen interaktiven eLearning-Tools. Das Tool „Förderung Ihrer psychischen Gesundheit“ richtet sich an Beschäftigte aller Branchen und hilft dabei, den eigenen Umgang mit Stress zu reflektieren und zu verbessern. Das Tool „Förderung psychischer Gesundheit als Führungsaufgabe“ unterstützt Führungskräfte dabei, Belastungen im Unternehmen richtig einzuschätzen und zu verringern.

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