Wer seine Arbeitszeit mitgestalten kann, lebt gesünder

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat deutsche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu Arbeitszeiten befragt
 
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Die Gestaltung der Arbeitszeit bestimmt, wie viel Zeit uns bleibt, um zu entspannen und privaten Verpflichtungen nachzugehen. Wie erleben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre aktuelle Arbeitszeitgestaltung? Dieser Frage ging die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in einer repräsentativen Befragung auf den Grund. Die Ergebnisse zeigen, dass flexible Arbeitszeiten für den Großteil der Befragten Alltag sind. Ob das als Vor- oder Nachteil empfunden wird, ist ganz unterschiedlich.

Regelmäßig am Wochenende zu arbeiten, gehört für 43 Prozent der Beschäftigten zum Arbeitsalltag. Etwa ein Viertel der Arbeitnehmenden gab an, für den Job ständig – also auch in der Freizeit – erreichbar sein zu müssen. Zudem arbeiten die Befragten nach eigenen Angaben pro Woche durchschnittlich fast vier Stunden länger als vertraglich vereinbart - das sorgt häufig dafür, dass sie unzufrieden mit ihrer Work-Life-Balance sind und gesundheitliche Probleme haben. Auch Beschäftigte im Schichtbetrieb leiden unter ihren Arbeitszeiten. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihre Arbeitszeit mitgestalten können, gelingt es dagegen besser, die beiden Lebensbereiche zu vereinen und gesund zu bleiben.

Im Rahmen der repräsentativen Befragung wurden 2015 bereits rund 20.000 Beschäftigte aus Deutschland befragt. An der zweiten Befragung im Jahr 2017 nahmen mehr als 10.000 Personen teil. Die Daten geben Aufschluss über die Arbeitszeitrealität der Beschäftigten und erlauben eine Einschätzung zu Fragen der Arbeitszeitflexibilität und deren Gestaltung. Darüber hinaus dienen sie der wissenschaftlichen Erforschung des Zusammenhangs zwischen Arbeitszeit und der Gesundheit und dem Wohlbefinden von Erwerbstätigen. Die nächste Befragung steht im Jahr 2019 an. Da sich die Anforderungen in der Arbeitswelt verändern, wird vielfach diskutiert, wie sie gestaltet und reguliert werden sollte.

Hier geht es zu den Ergebnissen.

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