Flexible Gestaltung der Arbeit

Wenig Spielraum bei befristeter Beschäftigung

Beschäftigte mit Zeitverträgen haben seltener die Möglichkeit, Arbeitszeiten und Arbeitsmenge flexibel zu gestalten. Das teilte die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) mit. Während 69 % der Festangestellten ihre Arbeitszeit selbst einteilen können, haben nur 55 % der Beschäftigten mit einem befristeten Arbeitsvertrag diese Möglichkeit. Einfluss auf die Arbeitsmenge haben 34 % der unbefristeten und 28 % der befristeten Arbeitnehmer. Geringerer Termin- und Leistungsdruck wirken sich hingegen positiv auf die Belastungssituation von Arbeitnehmer mit Zeitvertrag aus. 

Verschiedene Studien zeigen, dass individuelle berufliche Gestaltungsmöglichkeiten das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit bei der Arbeit positiv beeinflussen können. Die BAuA empfiehlt daher, auch Angestellte mit Zeitverträgen entsprechend ihrer Qualifikation und Berufserfahrung einen besseren individuellen Handlungsspielraum zu gewähren.

Etwa 9 % aller Arbeitnehmer sind laut der BAuA befristet Beschäftigt. 73 % von ihnen gaben bei der Befragung an, dass sie sich eine Entfristung ihrer Stelle wünschen. Die Wirtschaftsbereiche, in denen der Großteil der befristeten Vollzeiterwerbstätigen arbeitet, sind der Öffentliche Dienst (14 %) und der Dienstleistungssektor (11 %). In Industrie und Handwerk sind mit 8 % und 7 % deutlich weniger Arbeitnehmer befristet beschäftigt.