Mehr Ausfälle durch psychische Erkrankungen

BKK Gesundheitsreport 2015 mit Schwerpunkt Langzeiterkrankungen

Mehr als die Hälfte aller Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) in Deutschland war 2015 auf Muskel-Skeletterkrankungen, psychische Störungen und Atemwegserkrankungen zurückzuführen. Der Anteil an Langzeiterkrankungen ist damit in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – insbesondere bei den psychischen Erkrankungen: Hier haben sich die AU-Tage in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Diese und weitere Ergebnisse rund um das Arbeitsunfähigkeitsgeschehen hat der BKK-Dachverband im Gesundheitsreport 2015 veröffentlicht.

Untersucht wurde auch die Entwicklung der Ausfallzeiten vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Entgegen des regulären Trends, dass mit zunehmendem Alter der Anteil der Langzeiterkrankungen steigt, galt dies nicht für BKK-Pflichtmitglieder über 45 Jahren im untersuchten Zeitraum zwischen 2004 und 2014. Auch wenn diese Altersgruppe sich von knapp 28 Prozent auf 44 Prozent vergrößert hat, nahm die Langzeitarbeitsunfähigkeit nicht in gleichem Maße zu. Die Autoren des Reports vermuten, dass dies mit der in den letzten Jahren intensivierten betrieblichen Gesundheitsförderung zusammenhängt.

Die durchschnittliche Dauer einer Langzeiterkrankung ist indes in größeren Betrieben geringer als in kleineren Betrieben. Die Autoren führen dies auf verbesserte Gesundheitsförderprogramme in größeren Betrieben zurück. Zu den Langzeiterkrankungen zählen Erkrankungen mit einer Ausfallzeit von mehr als sechs Wochen. Allein die Diagnosegruppen Muskel-Skelett-Erkrankungen und psychische Erkrankungen machen zusammen über die Hälfte aller Krankengeldzahlungen im BKK-System aus.

Der BKK Gesundheitsreport kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

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