Psychisch fit am Ball bleiben

psyGA-Praxisordner für den Leistungssport
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Die Fußball-Europameisterschaft läuft auf Hochtouren. Für die Spieler bedeutet das körperlich und psychisch bis zu vier Wochen Ausnahmezustand. Doch auch jenseits solcher Turniere ist der Leistungsdruck im Profi-Sport enorm. Wie Fußballer und andere Leistungssportler psychisch gesund und damit leistungsfähig bleiben, zeigt der psyGA-Praxisordner für den Leistungssport. Die wichtigste Botschaft: Der richtige Umgang mit emotionalen Drucksituationen wie Angst, Stress oder Leistungsdruck ist lern- und damit steuerbar.

Neben Einblicken in die Strategien der Sportpsychologie unterstützt der Praxisordner Trainerinnen und Trainern dabei, ihre Sportler – aber auch sich selbst – wertschätzend und gesundheitsförderlich zu behandeln. Häufig können schon kleine, leicht umzusetzende Maßnahmen viel bewirken. Am Ende jedes Kapitels stehen deshalb viele praxisorientierte Tipps sowie Interviews mit Trainern, aktiven und ehemaligen Sportlern sowie Sportpsychologen. Zudem sensibilisiert der Ordner für das Thema psychische Erkrankungen und informiert zu Unterstützungsangeboten, falls bereits eine psychische Erkrankung vorliegt.

Trainerinnen und Trainer können damit dazu beitragen, dass aus „Trainingsmeistern“ auch richtige Meister werden, die nicht nur leistungsfähig, sondern auch psychisch gesund sind. Der psyGA-Praxisordner für den Leistungssport ist ein Gemeinschaftsprodukt des Deutschen Fußball-Bundes, der Deutschen Sporthochschule Köln, der Robert-Enke-Stiftung und der Verwaltungsberufsgenossenschaft und kann hier kostenlos bestellt werden. Zehn Exemplare sind kostenfrei erhältlich, ab dem elften Exemplar wird eine Versand- und Bearbeitungsgebühr erhoben. Alle Kapitel sind auch als Download verfügbar.

 

 

Tipps für Trainerinnen und Trainer

Zeigen Sie Stärken auf
Zeigen Sie Ihren Sportlerinnen und Sportlern ihre eigenen Stärken auf, ohne diese unrealistisch zu übertreiben. Gleichzeitig kann auch der Hinweis auf die Schwächen der Gegnerin bzw. des Gegners in der akuten Situation den Fokus in die richtige Richtung lenken und die Befindlichkeit der eigenen Sportlerinnen und Sportler positiv beeinflussen.

Bleiben Sie positiv
Benutzen Sie für Ihre Anweisungen positive Formulierungen, anstatt das zu vermeidende Verhalten zu beschreiben. Beispiel: Ein „Tretet in der Abwehr schneller heraus!“ hat einen positiveren Effekt als ein „nicht so spät am Gegner sein!“. Der Grund: Durch diese Formulierung fokussiert sich die Spielerin oder der Spieler genau auf die eigentlich zu vermeidende Verhaltensweise.

Seien Sie lösungsorientiert
Wenn Sie mit Ihren Sportlerinnen und Sportlern eine Fehleranalyse durchführen, so halten Sie auch Lösungen bereit. Das positive Formulieren eines Zielverhaltens bewirkt einen konstruktiven Umgang mit den Fehlern.

Die Tipps sind ein Auszug aus dem psyGA-Praxisordner für den Leistungssport. Noch mehr Tipps finden Sie am Ende jedes Ordner-Kapitels.