Schichtarbeit gesundheitsgerecht gestalten

Neuer Film zeigt Möglichkeiten aus der Praxis

Das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa) – einer der Kooperationspartner des Projekts psyGA – hat einen anschaulichen Film dazu veröffentlicht, wie sich Schichtarbeit gesundheitsgerechter gestalten lässt.

Um wirtschaftlich erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen eine Auslastung ihrer Produktion sicherstellen. Dazu ist Schichtarbeit notwendig. Die klassische Schichtarbeit ist für Arbeiter jedoch belastend, da die Arbeitszeiten und der innere Leistungsrhythmus nicht zusammen passen. „Die Leistungsfähigkeit über den Tag ist nicht konstant, sondern folgt einem chronobiologischen Rhythmus. Bei Wechselschichten mit Nachtschicht bedeutet das, dass die Arbeits- und Ruhephasen oft nicht mit dem inneren Rhythmus übereinstimmen“, erklärt Dr. Frank Lennings, Arbeitsexperte des ifaa, im Film.

Ungewöhnliche Arbeitszeiten können zu Schlafdefiziten und familiären Belastungen führen, die psychische Gesundheitsprobleme auslösen. Dem können Unternehmen mit sogenannten ergonomischen Schichtplänen vorbeugen. Dr. Lennings empfiehlt daher, „nicht mehr als drei Nachtschichten hintereinander [...] und Früh- und Spätschichtblöcke nicht zu lang zu gestalten. Der beste Weg, Schichtarten zu wechseln, ist die Vorwärtsrotation, denn hier gibt es bei einem Wechsel von Früh- auf Spätschicht oder Spät- auf Nachtschicht acht Stunden zusätzliche Ruhe.“
Die gewonnene Freizeit kann zur Erholung und für Privates genutzt werden. Das beugt psychischer Überlastung vor und verhindert krankheitsbedingte Ausfälle.

Praktisch zeigt der Film das am Beispiel der ThyssenKrupp Rasselstein GmbH. Dort konnten durch gesundheitsgerechte Gestaltung der Schichtarbeit die Fehlzeiten deutlich reduziert werden.

Den Film gibt es hier zu sehen.