Schutz der Psyche

BDP reagiert auf steigende Anforderungen an Arbeitnehmer

Der Bundesverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) hat in einem Positionspapier auf die zunehmenden psychischen Belastungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeiternehmer reagiert. Eine zentrale Forderung der Psychologen ist, dass die Prävention psychischer Belastungen Vorrang vor der Behandlung und Rehabilitation haben müsse. Dadurch ließen sich auch unnötige Kosten durch Behandlung oder Produktionsausfälle verhindern.

Seit Jahren beobachten Experten zunehmende Frühverrentungen aufgrund psychischer Erkrankungen. Ein wichtiges Instrument, um die Mitarbeitergesundheit zu stärken und eine zukunftsweisende Unternehmenskultur zu schaffen, sei der Aufbau eines betrieblichen Gesundheitsmanagements, so der BDP. Ihm komme bei der Förderung der psychischen Gesundheit der Beschäftigten eine Schlüsselrolle zu. Im Gegenzug könnten Betriebe auf Seite der Mitarbeitenden steigende Arbeitszufriedenheit und Motivation erreichen. Auch das Identifikationspotenzial gegenüber dem Unternehmen steige.

Sowohl Beschäftigte als auch Unternehmen sollten bei betrieblicher Gesundheitsförderung jedoch langen Atem beweisen: „Änderungen des individuellen Gesundheitsverhaltens brauchen bei vielen Menschen eine längere Zeit”, heißt es dazu im Positionspapier. Ausgangspunkt aller Maßnahmen ist zunächst die Analyse der betrieblichen Situation im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung. Die dafür benötigte psychologische Fachkompetenz könnten Unternehmen, die diese nicht selbst abdecken, durch externe Experten erhalten.