BMAS-Studie: Wertewelten Arbeiten 4.0

Mikrozensus über Vorstellungen zur Arbeitswelt

Der Wandel der Arbeitswelt schreitet rasant voran. Was machen die Entwicklungen rund um die Globalisierung und Digitalisierung mit den Arbeitsnehmerinnen und Arbeitnehmern in Deutschland? Welche Wünsche haben sie an die Arbeitswelt von morgen? Die Studie „Wertewelten Arbeit 4.0“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zeigt: Wie wir die aktuelle Arbeitswelt bewerten, hängt vor allem mit unseren individuellen Wertvorstellungen zusammen. Das Idealbild der Arbeit sehen viele eher in der Zukunft als in der Gegenwart.

So ergab die Studie, dass lediglich ein Fünftel der Erwerbstätigen ihre Idealvorstellung von Arbeit im Alltag verwirklicht sieht. Die Erwartungen an die Zukunft sind hingegen positiv. So erwartet fast die Hälfte der Befragten eine Besserung bis 2030 sowie ein mehr an Möglichkeiten zur Mitgestaltung und Selbstverwirklichung. Dabei sind die Sichtweisen auf das Thema Arbeit ganz unterschiedlich. Das BMAS hat deshalb sieben verschiedene Wertewelten identifiziert, die das Verhältnis der Befragten zur Arbeit widerspiegeln. Sie reichen von „Den Wohlstand hart erarbeiten“ über „Engagiert Höchstleistungen erzielen“ bis hin zu „Sich in der Arbeit selbst verwirklichen“.

Während die einen von Politik und Unternehmen die Schaffung von guten Arbeitsbedingungen erwarten, setzen andere auf individuelle Leistungsorientierung. Auch die Digitalisierung bedeutet für die einen Hoffnung, für andere angesichts der Globalisierung eher eine Bedrohung. Einig sind die Befragten sich mit der Haltung, dass Leistung fair und angemessenen honoriert werden müsse. Für die Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ergibt sich die Aufgabe, die unterschiedlichen und sich zum Teil entgegenstehenden Wertewelten noch stärker zu berücksichtigen. Im Rahmen der Studie wurden 1.200 Personen auf Basis des Mikrozensus 2013 über ihre Vorstellungen zum Thema „Arbeiten in Deutschland“ befragt.