Handlungshilfen

Hier finden Sie eine Übersicht nützlicher Praxishilfen für die Förderung psychischer Gesundheit in der Arbeitswelt

Übersicht der Handlungshilfen

Kurzvorstellung der Handlungshilfen

Broschüre: Psychisch krank im Job – was tun? (BKK Dachverband und Familien-Selbsthilfe Psychiatrie/BApK e.V.) (2015)

Die Praxishilfe bietet Betroffenen wie Führungskräften gleichermaßen Orientierung und kompetente Hilfe. Sie ist gemeinsam vom BKK Dachverband und der Familien-Selbsthilfe Psychiatrie (BApK e.V.) entwickelt worden. Der erste Teil des 90-seitigen Leitfadens enthält Basisinformationen über psychische Erkrankungen, Krankheitsbilder und das Erkennen psychischer Erkrankungen im Arbeitsumfeld. Im zweiten Teil wird das "H-I-L-F-E Konzept" vorgestellt, das den verantwortlichen Vorgesetzten als Handlungshilfe für Maßnahmen dienen, die im Umgang mit den Betroffenen notwendig werden (z.B. bezogen auf Gesprächsführung, Krisenintervention, Rückkehr ins Unternehmen und Prävention). Der Anhang umfasst viele Literaturtipps und hilfreiche Ansprechpartner.

Broschüre: Psychische Gesundheit im Betrieb - Arbeitsmedizinische Empfehlung (Bundesministerium für Arbeit und Soziales/BMAS) (2011)

Die Broschüre der BAuA basiert auf einem Forschungsprojekt und nutzt die Ergebnisse, um Tipps zum individuellen sowie teamorientierten Umgang mit Arbeitsunterbrechungen und Multitasking zu geben. Sie stellt das diesbezügliche Gesundheitsrisiko vor, beschreibt Strategien zum Umgang und zeigt auf, wie Mitarbeiter im Rahmen eines Gesundheitszirkels gemeinsam den Ursachen von Arbeitsunterbrechungen auf die Spur gehen, um diese dann präventiv verhindern zu können.

Broschüre: Psychische Gesundheit im Betrieb - Arbeitsmedizinische Empfehlung (Bundesministerium für Arbeit und Soziales/BMAS) (2011)

Was stärkt unsere Psyche, was schadet ihr, was tun, wenn Störungen auftreten? Auch wenn die Ursachen vielfältig sein können, müssen sich Arbeitsschützer und Arbeitsmediziner mit dem Thema befassen. Der Ausschuss für Arbeitsmedizin beim BMAS hat eine arbeitsmedizinische Empfehlung dazu entwickelt. Sie beschreibt, welchen Beitrag Betriebsärzte zum Erhalt und zur Wiederherstellung der psychischen Gesundheit der Beschäftigten leisten können. Ein wissenschaftlicher Exkurs zum Bedingungsgefüge von psychischer Gesundheit und Krankheit hilft, die Komplexität der Interaktion von biologischen und psychischen Prozessen zu verstehen. Die für den Erhalt und die Förderung psychischer Gesundheit in der Arbeit wesentlichen Faktoren werden zusammengefasst und mit den aktuellen Entwicklungen in der Arbeitswelt konfrontiert. Gängige wissenschaftliche Hypothesen und Modelle vermitteln mögliche Lösungsoptionen für die Gestaltung gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen.

Praxispapier/Broschüre: Mit psychisch beanspruchten Mitarbeitern umgehen - ein Leitfaden für Führungskräfte und Personalmanager (Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V./DGFP) (2011)

Der Leitfaden ist ein professioneller Ratgeber für Führungskräfte, die sich aktiv und konstruktiv mit den Folgen psychischer Belastungen auf Mitarbeiter und Produktivität des Unternehmens auseinandersetzen. Er versetzt die Leser in die Lage, psychische Belastungen zu erkennen, erläutert den Zusammenhang von belastenden Situationen und psychischen Beanspruchungen auf beschreibt detailliert Vorbereitung und Durchführung von Gesprächen mit Mitarbeitern, die unter psychischen Problemen leiden. Dazu enthält der Leitfaden zwei illustrierenden Praxisbeispiele, Arbeitshilfen sowie Informationen zu rechtlichen Grundlagen.

Broschüre: Mitarbeiterbefragung für ein fundiertes Gesundheitsmanagement  (Unfallkasse des Bundes) (2011)

Nach der Lektüre der Broschüre "Gute Fragen für mehr Gesundheit" dürften bei den Lesern kaum Fragen zum Thema Mitarbeiterbefragungen offen bleiben. Für die verantwortlichen Führungskräften in Behörden bietet sie zudem die seltenen Möglichkeit eines Benchmarkings der Ergebnisse: Im Anhang finden Sie die Mittelwerte einer mithilfe des Instruments durchgeführten Befragung bei sieben Bundesbehörden, was die Einordnung der im eigenen Haus erfassten Ergebnisse erleichtert. Außerdem wird anhand der vorliegenden Befragungsergebnisse erklärt, wie diese zu "lesen" sind, welche Erkenntnisse sie liefern. Zuvor wird die Methodik der Befragung chronologisch beschrieben, von der Entscheidungsfindung über Art und Organisation der Befragung über die konkrete Durchführung bis hin zur begleitenden Informationsstrategie und die Evaluation. Obwohl die Broschüre sich in erster Linie an Bundesbehörden richtet, ist sie ein wertvoller Wegweiser für alle Verwaltungseinheiten.

Broschüre: Integration der psychischen Belastungen in die Gefährdungsbeurteilung (Initiative Neue Qualität der Arbeit/INQA) (2011)

Betriebe, die der Zunahmen psychischer Erkrankungen proaktiv begegnen wollen, ergänzen die Gefährdungsbeurteilung schon heute um das Feld der psychischen Belastungen. Die INQA-Handlungshilfe zeigt, wie diese im Arbeitsschutzgesetz § 5 Abs. 3 vorgegebene, in der betrieblichen Praxis aber noch selten umgesetzte Aufgabe idealtypisch in den betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz integriert werden kann. Nach einer Einführung in den Themenbereich der psychischen Belastungen wird erläutert und begründet, welche Pflichten und Aufgaben sich für die relevanten Akteure – Unternehmer, Betriebsrat, Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit –aus der Gesetzes- und Interessenlage ergeben. Im Hauptteil der Broschüre wird vorgestellt, wie die Gefährdungsbeurteilung Schritt für Schritt geplant und umgesetzt wird und welche Instrumente wie und mit welchem Aufwand eingesetzt werden können. Zahlreiche kommentierte Literaturempfehlungen und praktische Arbeitshilfen runden das Informationsangebot ab.

Broschüre: Gesundheitsförderung in der Zeitarbeit. Argumente und Umsetzungsstrategien (Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen) (2011)

Zeitarbeit ist eine der größten Wachstumsbranchen der heutigen Zeit. Während sie für den Zeitarbeitnehmer die Chance bieten kann, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, birgt die Zeitarbeit aber auch besondere Belastungen, z.B. mit Blick auf die geforderte Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Zudem sind im Alltag einer Zeitarbeitskraft zahlreiche finanzielle und gesellschaftliche Belastungen zu bewältigen. Der 60-seitige Leitfaden zeigt auf, welche gesundheitlichen Risiken mit Zeitarbeit verbunden sind, wie es um den Nutzen von Gesundheitsförderung in diesem Feld bestellt ist und wie Methoden der Gesundheitsförderung für Zeitarbeits- und Entleihunternehmen, Arbeitsvermittlung und Kommune aussehen. Eine Checkliste gesundheitsförderlicher Entleihunternehmen und ein Training psycho-sozialer Kompetenzen bei Zeitarbeitnehmern sind Praxisbeispiele für verhältnis- und verhaltensorientierte Ansätze. Der Herausgeber, das Landesinstitut ist Kooperationspartner bei psyGA.

Broschüre: Psychische Belastung und Beanspruchung im Berufsleben Erkennen – Gestalten (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin/BAuA) (2010)

Diese Broschüre richtet sich insbesondere an Personen, die mit der Gestaltung von Arbeitsabläufen oder der Planung des Personaleinsatzes betraut sind und praxisnahe, verständlich aufbereitete Erstinformationen zum Thema psychische Belastungen suchen. Die Broschüre schlägt den Bogen von der grundsätzlichen Betrachtung von Ursachen und Folgen psychischer Belastungen im Berufsleben bis zu konkreten, tabellarisch aufbereiteten Empfehlungen dazu, wie Führungskräfte auf Fehlbeanspruchungen reagieren bzw. ihnen vorbeugen können. Zudem enthält die 54-seitige Broschüre einen Exkurs zur rechtlichen Einordnung vom Umgang mit psychischen Belastungen samt kommentierter Quellenliste sowie einige knappe Fallbeispiele, die illustrieren, wie Arbeitnehmer psychische Beanspruchung individuell verarbeiten – und welche Folgen sich darauf ergeben können.

Broschüre: Konfliktlösung am Arbeitsplatz - Analysen, Handlungsmöglichkeiten, Prävention bei Konflikten und Mobbing. Ein Handbuch für Führungskräfte (Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen) (früher: Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes NRW, LIGA.NRW) (2010)

Vorbeugung und Lösung von Konflikten zwischen Mitarbeitern stellen für Firmeninhaber, Geschäftsleitungen, Personalverantwortliche und Führungskräfte eine besondere Herausforderung, die mit konventionellen Managementinstrumenten bestenfalls bedingt zu bewältigen ist. Mit dem Handbuch steht Ihnen zu diesem Thema nun ein umfassende Kompendium zur Verfügung, das neben der grundsätzlichen Betrachtung der Problematik vor allem drei "Werkzeugkästen" zur Verfügung stellt, in denen bewährte Instrumente zur Analyse der Lage, zu Handlungsmöglichkeiten und zu präventiven Maßnahmen enthalten sind. Über 40 Checklisten und Übersichtstabellen erleichtern die Übertragung der Erkenntnisse in die betriebliche Wirklichkeit, zusammenfassende Randbemerkungen ermöglichen eine kursive Durcharbeitung des 114 Seiten starken Werks und die Identifizierung der Themen, die für die Leser von besonderem Interesse sind. Der Herausgeber, das Landesinstitut ist Kooperationspartner bei psyGA.

Broschüre: Der Leitfaden zum Screening Gesundes Arbeiten (SGA)- Physische und psychische Gefährdungen erkennen – gesünder arbeiten! (Initiative Neue Qualität der Arbeit/INQA) (2010)

Der Leitfaden zum Screening Gesundes Arbeiten (SGA) beschreibt Schritt für Schritt, wie über Beobachtungsinterviews im Betrieb alle Gefährdungen für alle Arbeitsplätze im Unternehmen untersucht, erfasst und analysiert werden können. Das Thema psychische Belastungen wird dabei in einem eigenen Fragenkomplex aufgegriffen. Die Interviews liefern so die Grunddaten für eine strikt betriebsbezogene Gefährdungsanalyse. Das erleichtert die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben und versetzt Führungspersonen, Fachkräfte für Arbeitssicherheit sowie Vertreter von Arbeitnehmerinteressen in die Lage, umfassende präventive Maßnahmen situationsgerecht zu planen oder auf bestimmte Entwicklungen im Betrieb anlassbezogen zu reagieren. Das eigentliche Befragungsinstrument wird ergänzt um eine ausführliche "Gebrauchsanweisung" einschließlich Beschreibung der notwendigen Ressourcen sowie um einen "Wissensspeicher", der die Bedeutung der Fragen für die Arbeitsschutzziele erläutert und grundsätzliche Lösungsansätze für die verschiedenen Gefährdungsbereiche beschreibt.

Broschüre: Gute Führung in der Pflege (Initiative Neue Qualität der Arbeit – INQA) (2010)

Diese Handlungshilfe richtet sich an Personen in leitenden Funktionen in dem von besonderen – und oft besonders schwierigen – Arbeitsbedingungen gekennzeichneten Bereich pflegerischer Tätigkeiten. Die Inhalte der Broschüre orientieren sich daher konsequent an den verschiedenen in der Praxis anfallenden Führungsaufgaben bzw. Methoden: Es wird z.B. detailliert beschrieben und durch Beispiele erläutert, welche Instrumente zur Verfügung stehen und wie sie mit welchem Nutzen ein gesetzt werden können. Das Spektrum reicht dabei von Themen wie "Neueinstellung von Mitarbeitern" über "Motivation durch Wertschätzung" und "konstruktive Kritik" bis hin zu Strategien für Mitarbeiterentwicklungsgespräche und Leitlinien, die der Organisation wie Individuen helfen, aufgetretene Fehler für einen Optimierungsprozess zu nutzen.

Broschüre: Gute Mitarbeiterführung - Psychische Fehlbelastung vermeiden (Initiative Neue Qualität der Arbeit/INQA) (2008)

Führungskräfte aller Ebenen haben eine Schlüsselrolle bei der Förderung psychischer Gesundheit im Betrieb – sowohl der eigenen wie der ihrer weisungsabhängigen Mitarbeiter. Die INQA-Broschüre trägt beiden Aspekten Rechnung: Sie beschreibt und belegt zunächst die besondere Belastungssituation von Führungskräften und empfiehlt passende Bewältigungsstrategien in Form von Faustformeln. Ausführlich wird dann beschrieben, wie Führungskräfte auf welchen Handlungsfeldern aktiv werden können, um psychische Fehlbelastungen zu vermeiden. Beispiele aus der Praxis illustrieren die Sachbeiträge, Fragebögen zu den Themen Teamarbeit oder Informationsflut sind praktische Hilfen, die zudem zeigen, wie Belastungen schon mit vergleichsweise einfachen Instrumenten erfasst werden können.

Broschüre: Create Health! – Arbeit kreativ, gesund und erfolgreich gestalten (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin/BAuA) (2008)

Gesundheit und gesunde Arbeitsbedingungen sind notwendige Voraussetzungen für Kreativität, und Kreativität der Mitarbeiter. Ihre Fähigkeit und Bereitschaft mitzudenken und neue Wege zu gehen entscheidet über den Erfolg im weltweiten Wettbewerb. Die Broschüre erläutert und belegt diese These. Durch eingängige Erklärungen führt sie die verantwortlichen Akteuren in Unternehmen vor Augen, wie das Zusammenspiel von persönlichen Voraussetzungen mit den Bedingungen am jeweiligen Arbeitsplatz und den organisatorischen Rahmenbedingungen im Unternehmen den Spielraum für individuelle Kreativität und eine Kreativkultur im Unternehmen bestimmen. Praxisbeispiele aus einem kleinen mittelständischen Forschungsunternehmen und einem weltweit aktiven Technologiekonzern zeigen, dass und wie die Erkenntnisse der Broschüre schon heute für unternehmerische Erfolge sorgen.

Broschüre: Stress, Mobbing & Co. - Warum Frau D. krank wurde, Herr B. kündigte und Frau S. immer so viel Kaffee trank – psychische Belastungen im Arbeitsleben anhand ausgewählter Beispiele (Unfallkasse NRW) (2008)

Praktische Lösungen für konkrete Probleme von und Mitarbeitern sind die Stärke der Broschüre Stress, Mobbing & Co: Sie schreibt jeweils kurz die Situation einzelner Personen, die unter Stress, Mobbing, Psychischer Ermüdung, ermüdungsähnlichen Zuständen, den Folgen von Extrembelastungen, Burnout oder Sucht leiden. In den zugeordneten Ratgeberbereichen werden Ursachen und Folgen diese Phänomene beschrieben, anschließend werden Antworten auf die Frage geliefert: "Welche Maßnahmen helfen", also welche Handlungsmöglichkeiten den verantwortlichen Führungskräften im Betrieb zur Verfügung stehen.

Seco (Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft): Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz

Verteilt auf vier Broschüren stellt diese Schriftenreihe des schweizerischen Sekretariats für Wirtschaft ein sehr umfassendes Kompendium zum Management psychischer Gesundheit dar. Die einzelnen Broschüren sind als Arbeitshefte angelegt, in denen alle Inhalte durch Tabellen, Übersichtsgrafiken, Fotos oder Beispiele erläutert und zusammengefasst werden.

(Hinweis: Hier kann nicht gewährleistet sein, dass die deutsche Rechtsgrundlage entsprechend berücksichtigt wird.)

Teil 1: Orientierungshilfe (2007)

Teil 1 ist eine Orientierungshilfe, die Verantwortlichen in den Betrieben zunächst erklärt, warum und welchen Anlässe psychische Belastungen ihr Eingreifen erfordern. Dabei versteht sich das Werk ausdrücklich als Hilfe zur Selbsthilfe: Im Kernteil werden nicht nur verschiedene Indikatoren für psychische Belastungen – z.B. Alkoholprobleme, Mobbing oder hohe Fehlzeiten – aufgelistet und beschrieben; die Leser erhalten auch Antworten auf die Frage, wie man betroffene Mitarbeiter frühzeitig erkennen kann und welche Vorgehensweisen sich anbieten.

Teil 2: Erkennen, Beurteilen und Verhüten von psychischen Fehlbeanspruchungen (2003)

Teil 2 ist eine praxisorientierte Handlungshilfe, die umsetzungsreif beschreibt, wie psychische Fehlbeanspruchungen durch systematische Verfahren erkannt, beurteilt und verhütet werden können. Nach einer kondensierten Einführung ins Thema wird detailliert ein Vorgehen in 3-Stufen vorgestellt. Anschließend wird beschrieben, welche betrieblichen Gestaltungsmöglichkeiten sich daraus Führungskräfte sich daraus ergebenden. Drei gut beschriebene Fallbeispiele illustrieren und belegen die Funktionalität des Verfahrens. Der über 30 Seiten starke Anhang stellt zahlreiche Checklisten, Kopiervorlagen usw. zur Verfügung.

Teil  3: Verhütung von Fehlbeanspruchungen durch Arbeits- und Organisationsgestaltung (2003)

Im dritten Teil der Schriftenreihe erfahren Führungskräfte, welche Möglichkeiten die Arbeits- und Organisationsgestaltung bietet, um psychische Fehlbeanspruchungen zu verhindern. Anhand von Beispielen aus unterschiedlichen Arbeitssituationen und Betriebstypen wird aufgezeigt, wie Belastungsfolgen ermittelt werden können und mit welchen Maßnahmen gegengesteuert werden kann. Die Auswahl Beispiele deckt eine breite Palette an Tätigkeiten und Branchen ab, die Möglichkeiten der Arbeitsorganisation im Call-Center wird genauso aufgegriffen wie die zu Anregung monotoner Büroarbeit, aber auch Maßnahmen für verschiedene Industriearbeitsplätzen werden beschrieben. Grundsätzliche Informationen zu Möglichkeiten der zu gezielten Organisationsentwicklung runden das Heft ab.

Teil  4: Checklisten für den Einstieg (2006)

Die Broschüre bietet Einsteigern deutlich mehr als der Name verspricht: Vorgestellt werden vier ausgewählte Verfahren zur Erfassung und Analyse von psychischen Belastungen und Beanspruchungen, für - natürlich – auch entsprechende Fragebögen und Checklisten zur Verfügung gestellt werden. Eine ausführliche "Gebrauchsanweisung" erlaubt den schnellen Einsatz im Betrieb und die systematische Auswertung der Ergebnisse, den Abschluss bilden praktische Ratschläge für das weitere Vorgehen.

Broschüre: Emotionsarbeit in personenbezogenen Dienstleistungsberufen – Emotionen regulieren – erfolgreicher und gesünder arbeiten (Verwaltungs-Berufsgenossenschaft/VBG) (ohne Jahresangabe)

Beschäftigte mit ständigem Kundenkontakt sind in besonderem Maße psychischen und emotionalen Belastungen ausgesetzt. Der Ratgeber Emotionsarbeit in personenbezogenen Dienstleistungsberufen zeigt auf, was Unternehmen und Individuen tu können um zu verhindern, dass diese Dauerbelastung sich negativ auf die Gesundheit der Mitarbeiter oder auf die Wahrnehmung des Unternehmens durch die Kunden niederschlägt. Dazu wird erläutert, wie Emotionen bei der Arbeit entstehen und zu welchen Folgen sie führen können, wie mithilfe von Emotionsarbeit der Widerspruch zwischen schlechten Gefühlen und gewünschter Freundlichkeit um Kundenkontakt aufgelöst werden kann und was Unternehmen und Individuen dazu beitragen können. Eine zweiseitige Checkliste mit den wichtigen Fachbegriffen zum Thema hilft bei der Beurteilung der Situation im eigenen Unternehmen.

Broschüre: Mitarbeiterorientiertes Führen und soziale Unterstützung am Arbeitsplatz (Initiative Neue Qualität der Arbeit/INQA) (2005)

Die Bedeutung von Führungsverhalten für die psychische Belastungssituation von Mitarbeitern ist weithin akzeptiert, Instrumente zur Messung der entsprechenden Führungsqualität aber noch rar. Hier liefert die Broschüre Abhilfe. Insbesondere mit den enthaltenen Fragebögen werden Führungskräfte in die Lage versetzt, ihre Stärken und Defizite in den Bereichen Führungsverhalten und soziale Unterstützung aus Sicht der Mitarbeiter zu erfassen. Als Ergänzung finden sie zwei Checklisten, mit deren Hilfe sie selbst beschreiben können, welche potenziell Unzufriedenheit auslösenden und welche mitarbeitermotivierenden Faktoren im Betrieb vorherrschen. Die Beiträge zur Bedeutung der Führungsrolle und der sozialen Unterstützung wie die Beschreibung der Handlungsmöglichkeiten werden in übersichtlichen Grafiken zusammengefasst, die Bedingungen und Prozesse praxisgerecht visualisieren.

Broschüre: Lust auf Arbeit (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin/BAuA) (2003)

Die Broschüre Lust auf Arbeit zeigt Mitarbeitern mit verwalterischen, konzeptionellen und kreativen Aufgaben, wie sie aus den jeweils gegebenen Arbeitsbedingungen "das Beste" für sich machen können, um Freude an der Arbeit zu haben und Aufgaben motiviert anzugehen. Dabei werden Lösungen angeboten für die Herangehensweise unter bestehenden Bedingungen, aber aufgezeigt wird auch, wie der betriebliche Rahmen positiv beeinflusst werden kann. Die Broschüre ist dabei einerseits ein Ratgeber; andererseits ist sie durch die Vielzahl von Zitaten, Befragungsergebnissen und Beispielen auch eine Lese- und Nachdenkbuch, das den Blick öffnet für die individuellen Ressourcen, mit denen jeder und jede einzelne Belastungen konstruktiv verarbeiten kann. Damit spricht sie Sachbearbeiter genauso an wie Führungskräfte, die zudem Anregungen dafür erhalten, wie sie ein arbeitslustförderndes Klima im Betrieb schaffen können.

Broschüre: Stress am Arbeitsplatz – Handlungshilfen für die Praxis (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin/BAuA) (2001)

Stress ist eine der häufigsten Belastungsursachen für psychische Gesundheit, was Stressbekämpfung und -prävention zu einem zentralen Aufgabenfeld für Führungskräfte, Fachleute für Arbeitsplanung, Fachkräfte für Arbeitsschutz und Betriebsmediziner macht. Die 60 Seiten starke BAuA-Broschüre ist eine Handlungshilfe, die in gut verständlicher Sprache Ursachen und Folgen von arbeitsbedingtem Stress, betrachtet, die gesetzlichen Grundlagen zu betriebliche Aktivitäten umreißt und die Handlungsmöglichkeiten – differenziert nach organisatorischen, technischen und individuellen Maßnahmen beschreibt. Eine ausführliche Literaturliste zeigt den Weg zur Vertiefung der angesprochenen Themen.