Studien

Die folgenden Studien und Gutachten bieten Einblicke in spezielle Aspekte psychischer Gesundheit in der Arbeitswelt

Übersicht der Studien

 

Kurzvorstellung der Studien

Studie: Auswirkungen von Arbeitsunterbrechungen und Multitasking auf Leistungsfähigkeit und Gesundheit. Eine Tagebuchstudie bei Gesundheits- und KrankenpflegerInnen (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, BAuA, 2013).
Viele Beschäftigte müssen ihre Arbeit häufig unterbrechen – oder werden durch äußere Faktoren bei der Arbeit gestört. Die BAuA-Tagebuchstudie untersucht die Auswirkungen solcher Störungen und Arbeitsunterbrechungen am Beispiel von Mitarbeitern in verschiedenen Krankenhäusern und zeigt praktische Lösungsansätze aus dem Gesundheitssektor auf. Diese Branche und speziell Pflegekräfte wurden für die Studie ausgewählt, weil sie durch eine hohe Arbeitsdichte und häufige Unterbrechungen gekennzeichnet sind.

Während der Studie führten die Mitarbeiter in verschiedenen Krankenhäusern Tagebuch über die Anzahl der Unterbrechungen und Formen von Multitasking in ihrem Arbeitsalltag. Auf diese Weise wurde deutlich, dass bei den befragten Mitarbeitern mit häufigen Arbeitsunterbrechungen Belastungen wie Irritationen und emotionale Erschöpfung auftraten. Diese Ergebnisse wurden durch alle Altersgruppen hinweg festgestellt. Um solche Belastungen in Zukunft zu vermeiden, wurden in den beobachteten Krankenhäusern Veränderungen in den Arbeitsabläufen und Strukturen umgesetzt. Empfehlungen dazu waren in Zusammenarbeit aller Mitarbeiter in sogenannten „Gesundheitszirkeln“ entstanden.

Studie: iga.Report 23 - Auswirkungen von ständiger Erreichbarkeit und Präventionsmöglichkeiten. Teil 1: Überblick über den Stand der Wissenschaft und Empfehlungen für einen guten Umgang in der Praxis.

Neue Informations- und Kommunikationstechnologien prägen immer mehr den Berufsalltag. In diesem Zusammenhang hat auch die ständige Erreichbarkeit im Arbeitsleben zugenommen. Im Rahmen einer qualitativen Studie wurden Experten und  Unternehmen zu dieser Entwicklung befragt. Der iga.Report 23 stellt die Ergebnisse zur Verbreitung und gesundheitlichen Auswirkungen von ständiger Erreichbarkeit dar und identifiziert konkrete Handlungsempfehlungen für einen gesunden Umgang.

 

Studie: Repräsentativumfrage: Wachsender Psycho-Stress, weniger Prävention – wie halten die Betriebe es mit dem Arbeitsschutzgesetz? So beurteilen die Beschäftigten die Lage (Deutscher Gewerkschaftsbund, DGB) (2013)

Die aktuelle Umfrage zeigt, dass sich die Arbeitsbedingungen negativ entwickelt haben: Die Arbeitsintensität ist für 80 % der Beschäftigten weiter gestiegen; mehr als die Hälfte der Beschäftigten müssen häufig oder oft bei der Arbeit hetzen und fühlen sich nach der Arbeit sehr häufig oder oft leer und ausgebrannt (44 %). Sehr selten führen Unternehmen Gefährdungsbeurteilungen durch (28 %). Hierbei werden kaum psychische Belastungen berücksichtigt: Nur insgesamt 9 % aller Beschäftigten werden bei der Gefährdungsbeurteilung nach Stressfaktoren wie Zeitdruck, Arbeitsintensität oder mangelndes Führungsverhalten befragt. Vor allem kleinere Betriebe haben in Sachen Gefährdungsbeurteilung Nachholbedarf. Grundlage des alljährlichen "DGB-Index Gute Arbeit" sind die bundesweiten Befragungen von mehr als 6.000 Beschäftigten unterschiedlicher Branchen, Regionen, Betriebsgrößen, Altersgruppen etc. Untersucht werden Stärken und Schwächen in den Arbeitsbedingungen im Hinblick auf die Anforderungs- und Belastungsniveaus. In diesen Bericht flossen die Angaben von rund 5.000 Beschäftigten und Angehörigen ein.

Studie: Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2011- Unfallverhütung bei der Arbeit (Bundesministerium für Arbeit und Soziales/BMAS in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin/BAuA) (2012)

Der Bericht, im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), gibt einen Überblick über wichtige Bereiche des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in Deutschland. Mit umfangreichem Zahlenmaterial, z. B. zu Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten, Verrentungen, Arbeitsunfähigkeit und Arbeitsbedingungen, liefert der Bericht eine fundierte Datenbasis für Prävention und Arbeitsgestaltungsmaßnahmen. In diesem Jahr enthält er ein Schwerpunktkapitel zu psychischen Erkrankungen und psychischen Anforderungen in der Arbeitswelt. Zum einen steigen die Diagnosezahlen bei psychischen und Verhaltensstörungen sowohl bei den Arbeitsunfähigkeitsfällen als auch bei den Frühverrentungen, zum anderen haben die psychischen Belastungen insbesondere in der Arbeitswelt und auch außerhalb dieser in den vergangenen Jahrzehnten erheblich zugenommen.

Studie: Stressreport Deutschland 2012. Psychische Anforderungen, Ressourcen und Befinden (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin/BAuA) (2012)

Psychische Belastung ist in der deutschen Arbeitswelt nach wie vor weit verbreitet. Häufig sind die Beschäftigten Multitasking, Zeitdruck, Monotonie und Störungen bei der Arbeit ausgesetzt. Dabei kennt die psychische Belastung weder Hierarchiegrenzen, noch macht sie vor gewerblichen Branchen halt. Faktoren wie das gute soziale Klima in deutschen Betrieben oder Handlungsspielräume für die Beschäftigten, um ihre Arbeit zu planen und einzuteilen, helfen aber die Belastung zu bewältigen.

Dies sind Ergebnisse des "Stressreports Deutschland 2012", den die BAuA jetzt veröffentlicht hat. Ihre Aufgabe ist es, Entwicklungen in der Arbeitswelt zu beobachten. Der Stressreport beruht auf der BIBB/BAuA Erwerbstätigenbefragung 2011/2012, bei der rund 20.000 Beschäftigte Fragen beispielsweise zu Arbeitsbedingungen, Beanspruchung und gesundheitlichen Beschwerden beantworteten. Ähnliche Daten enthält die Europäische Erhebung über die Arbeitsbedingungen (EWCS 2010), die ebenfalls in den Report einflossen. Der Bericht gibt Aufschluss über Trends in der Entwicklung der Arbeitsbedingungen, deren mögliche Auswirkungen auf Beschäftigte und den erforderlichen Handlungsbedarf.

Studie: BKK Gesundheitsreport 2012 (BKK Bundesverband) (2012)

Grundlage des Reports ist die Analyse der gesundheitlichen Befunde von 4,8 Millionen BKK-Pflichtversicherten. Im diesjährigen Bericht "Gesundheit fördern - Krankheit versorgen - mit Krankheit leben" steht neben der umfassenden Darstellung des Krankheitsgeschehens auch das Thema Gesundheitsförderung und Prävention in der Arbeitswelt im Mittelpunkt, z.B. mit ganzheitlichem Gesundheitsmanagement, Gesundheitscoaching und Betrieblichem Eingliederungsmanagement. 

Studie: Ständige Erreichbarkeit - Wie belastet sind wir? Ursachen und Folgen (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung/DGUV) (2012)

Das Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG) hat in Kooperation mit der Unfallkasse Hessen 430 Beschäftigte nach den Gründen und Folgen der Erreichbarkeit gefragt. Es zeigt sich, dass der Großteil der Beschäftigten auch in der Freizeit für dienstliche Belange erreichbar ist. Ungefähr jeder Siebte oft oder immer Erreichbare fühlt sich stark oder sehr stark belastet. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass fehlende Absprachen einer der Gründe dafür sein könnten, warum viele Menschen auch am Feierabend dienstlich erreichbar sind. Danach gehen zwar viele Mitarbeiter davon aus, dass ihre Vorgesetzten Erreichbarkeit von ihnen erwarten. Ausdrückliche Anweisungen hierzu gibt es jedoch nur selten. Eine Möglichkeit, den Stress durch Kommunikation zu verringern, wären demzufolge mehr klare Absprachen.

Studie: Grenzen professioneller Arbeit - Risikofaktoren für Arbeitsqualität und Gesundheit (Goethe-Universität, Sigmund-Freud-Institut, TU Chemnitz) (2012)

Die Studie zeigt, dass soziale Anerkennung am Arbeitsplatz das Burnout-Risiko reduziert. Arbeitgeber sollen in die Organisationskultur investieren, so die Empfehlung angesichts der Befragungsergebnisse. Datengrundlage ist die Befragung von fast 900 Supervisoren der Deutschen Gesellschaft für Supervision, die seit Jahren überwiegend Profit- und Non-Profit-Organisationen im sozialen Bereich wie Krankenhäuser, Schulen, Kinder- und Jugendhilfe beraten. Die Supervisoren geben in der Studie nicht nur aussagekräftige Einschätzungen der turbulenten Veränderungen in der Arbeitswelt, sondern suchen mit Einzelpersonen und Teams auch nach konstruktiven Handlungsalternativen.

Repräsentativumfrage: Arbeitshetze – Arbeitsintensivierung – Entgrenzung / So beurteilen die Beschäftigten die Lage (Deutscher Gewerkschaftsbund, DGB) (2012)

Die aktuelle Umfrage zeigt, dass mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer ihre Arbeit sehr häufig oder oft gehetzt und unter Zeitdruck erledigen müssen. Jeder Fünfte Arbeitnehmer in Deutschland macht wegen wachsener Arbeitsbelastung mindestens zehn Überstunden die Woche. Fazit ist "Stress am Arbeitsplatz wird von der Ausnahme zur Regel. Dazu steigt die Arbeitsintensität. Die Arbeit trägt sich immer mehr ins Privatleben." Grundlage des alljährlichen "DGB-Index Gute Arbeit" sind die bundesweiten Befragungen von mehr als 6.000 Beschäftigten unterschiedlicher Branchen, Regionen, Betriebsgrößen, Altersgruppen etc. Untersucht werden Stärken und Schwächen in den Arbeitsbedingungen im Hinblick auf die Anforderungs- und Belastungsniveaus. Mittels der Daten lassen sich nicht nur die Qualität der Arbeitsgestaltung messen, sondern es können daraus auch Maßnahmen zur Gesundheitsförderung im Betrieb abgeleitet werden.

Gutachten: Kosten der psychischen Erkrankungen und Belastungen in Deutschland (Hans Böckler Stiftung) (Gutachten von Dr. Wolfgang Bödeker und Michael Friedrichs) (2011)

Arbeitsbedingte psychische Belastungen verursachen in Deutschland jährlich Kosten von gut sieben bis knapp 20 Milliarden Euro - je nachdem, ob man sich dabei auf arbeitsbedingte psychische Störungen im engen Sinne konzentriert, oder auch körperliche Erkrankungen hinzurechnet, die auf psychische Belastungen am Arbeitsplatz zurückzuführen sind. Das haben die Wissenschaftler Wolfgang Bödeker und Michael Friedrichs im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung ermittelt. Sie weisen auch darauf hin, dass betriebliche Gesundheitspolitik einen Beitrag leisten kann, den wirtschaftlichen Schaden von psychischen Erkrankungen und Belastungen zu reduzieren. Zahlreiche Studien belegten, dass sich Präventionsmaßnahmen auszahlen - nicht nur gesamtwirtschaftlich, sondern auch für das einzelne Unternehmen.

Praxispapier/Studie: Psychische Beanspruchung von Mitarbeitern und Führungskräften (Deutsche Gesellschaft für Personalführung/DGFP) (2011)

Die empirische Studie macht anhand harter Daten deutlich, wie und wo sich die Zunahme psychischer Erkrankungen in den Betrieben widerspiegelt. Auf Basis der Einschätzungen von Personalmanagern aus über 200 Unternehmen aller Größenordnungen trifft sie Aussagen dazu, welche Abteilungen und Mitarbeitergruppen (differenziert nach Tätigkeit, hierarchischer Position, Alter und Geschlecht) besonders betroffen sind, welche Ursachen zu psychischen Belastungen führen oder wie sich Fehlbeanspruchungen im Betrieb bemerkbar machen. Antworten gibt es auch auf die Frage, wie man der Herausforderung heute begegnet und welche Hindernisse ein erfolgreicheres Vorgehen erschweren. Zugleich belegt die Studie die Notwendigkeit, verstärkt in die psychische Gesundheit von Mitarbeitern und Führungskräften zu investieren: Über 80 Prozent erwarten eine weitere Zunahme der Fehlzeiten aufgrund psychischer Beanspruchungen, fast ein Dritte rechnet gar mit einer starken Zunahme.

Studie: Depression – Wie die Krankheit unsere Seele belastet (Allianz Deutschland AG und Rheinisch Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung/RWI) (2011)

Depression kostet Volkswirtschaft jährlich bis zu 22 Milliarden Euro. Das ist ein Ergebnis des Reports der Allianz Deutschland AG. Das  Rheinisch Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) hat berechnet, welche Kosten die Krankheit in Deutschland verursacht: Neben den Gesamtkosten sind allein zwischen 2002 und 2008 die direkten Krankheitskosten um ein Drittel auf mehr als 5 Milliarden Euro gestiegen. Die indirekten Kosten sind mit bis zu knapp 17 Milliarden Euro sogar ungleich höher: Über 9 Milliarden Euro dieser Kosten sind darauf zurückzuführen, dass depressive Menschen zur Arbeit gehen, anstatt zuhause zu bleiben und sich behandeln zu lassen. Die durch verminderte Produktivität depressiver Arbeitnehmer am Arbeitsplatz verursachten Kosten stellen damit den mit Abstand größten volkswirtschaftlichen Schaden dar (sogenannter Präsentismus).

Studie: Der soziale Aspekt von Burnout (Bertelsmann Stiftung) (2010)

Die Langzeitstudie des schweizer Instituts "sciencetransfer" in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung zeigt, das Vorgesetzte Burnout am Arbeitsplatz deutlich reduzieren können: Bereits eine um 20% intensivere Unterstützung seitens der Führungskräfte führt zu 10% weniger Burnout bedingten Erkrankungen. Die schweizer Wissenschaftler bewerten soziale Unterstützung als gesundheitswirksame und erlernbare Führungsmethode für Vorgesetzte. Sie reduziert Belastungen der Mitarbeiter und beugt damit Arbeitsausfällen vor. Die Bertelsmann Stiftung ist Kooperationspartner bei psyGA.

iga-Fakten 1: Psychische Gesundheit im Erwerbsleben (Initiative Gesundheit & Arbeit/iga) (2009)

Das Ziel des iga-Faktenblattes: praxisnahe Empfehlungen für eine erfolgreiche Prävention. Neben Daten zu Vorkommen und Häufigkeit psychischer Störungen, Fakten für Deutschland und Europa und den damit verbundenen Kosten werden Risikofaktoren in der Arbeitswelt aufgezeigt, die in der wissenschaftlichen Literatur als gesichert gelten. Entsprechende Präventionsstrategien zu psychischen Störungen und Stress am Arbeitsplatz, die an diesen Faktoren ansetzen und sich wissenschaftlich gesichert als wirksam erwiesen haben, werden vorgestellt. Diese iga-Fakten bieten auf 5 Seiten einen guten Überblick bzw. Orientierungshilfe zum Thema.

Forschungsbericht: Unternehmenskultur, Arbeitsqualität und Mitarbeiterengagement in den Unternehmen in Deutschland (Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales) (2007)

Die weltweit größte Studie dieser Art, mit Befragungen von über 37.000 Mitarbeitern in den zwölf unternehmens- und mitarbeiterstärksten Branchen in Deutschland, kommt zu einem zentralen Ergebnis: Das Geheimnis des Erfolges eines Unternehmens liegt maßgeblich in einer mitarbeiterorientierten Unternehmenskultur. Bis zu einem Drittel ihres Finanzerfolges erzielen Unternehmen Dank der Kombination verschiedener Kulturdimensionen. Den größten Einfluss auf das Engagement der Mitarbeiter haben dabei Mitarbeiterorientierung, die Schaffung von Teamgeist, das Erleben von Zugehörigkeit zum Unternehmen sowie die Wertschätzung und das gezeigte Interesse an der Person der Beschäftigten.

 

Englischsprachige Studien

Studie: Overtime Work as a Predictor of Major Depressive Episode: A 5-Year Follow-Up of the Whitehall II Study (u.a. University College London,  Finnisches  Institut für Arbeitsmedizin, Helsinki) (2011)

Die Langzeitstudie mit mehr als 2.000 Angestellten britischer Behörden belegt, dass langfristig mehrere Überstunden am Tag das Risiko für eine schwere Depression erhöhen. Die Wissenschaftler Virtanen, Stansfeld, Fuhrer, Ferrie und Kivimäki kommen zu dem Ergebnis, dass, nach Herausrechnen des Einflusses anderer Faktoren, die Wahrscheinlichkeit bei den Vielarbeitern, mit mehr als 11 Arbeitsstunden pro Tag, sogar doppelt so hoch ist wie bei Angestellten ohne Überstunden. In die Studie flossen Daten von 1626 Männern und 497 Frauen ein, im Mittel waren sie 47 Jahre alt. Sie wurden zwischen 3,8 und 7,2 Jahre begleitet. Elf Prozent von ihnen arbeiteten im Schnitt elf Stunden und mehr am Tag. Bei einer ersten Untersuchung wurde ausgeschlossen, dass die Angestellten bereits psychische Beschwerden hatten. Die Ergebnisse wurden im Online-Fachmagazin der Public Library of Science ("PLoS ONE") veröffentlicht.